Tageslosung und Lehrtext

Aus der EKD
Evangelische Kirche in Deutschland: Presse
Aktuelle Pressemeldungen aus der EKD-
„Wo wohnt Gott in einer ausgeleuchteten Welt"‟
Symposium des Gemeindekollegs Neudietendorf thematisiert Gottesfrage
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"Analoge Klänge in ihrer Ursprünglichkeit erhalten"
Stiftung Orgelklang fördert Sanierung der historischen Orgel in...
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Isabel Hartmann als Referentin am Gemeindekolleg eingeführt
„Das Wesentliche liegt in der Gegenwart‟
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Schneider gratuliert Klaus Engelhardt
Ehemaliger EKD-Ratsvorsitzender feiert morgen seinen 80. Geburtstag
Kirchenmusik
"Eine Kirche, die nur noch Gebrauchsmusik macht,
verfällt dem Unbrauchbaren und wird selbst unbrauchbar."
Joseph Kardinal Ratzinger aus:
Theologisches zur Kirchenmusik

Die Anfänge
Die evangelische Kirchenmusik wurde maßgeblich durch Martin Luther und dem protestantischen Kantor Johann Walter begründet. Im Mittelpunkt dabei standen der deutschsprachige Choral und der Gemeindegesang. In der Reformierten Kirche verbannte Ulrich Zwingli zeitweise die Kirchenmusik aus dem Gottesdienst wegen der zu großen Gefahr des „ästhetischen Genusses“. Johannes Calvin ließ den einstimmigen Gemeindegesang unter strengen Auflagen wieder zu. Aber erst nach seinem Tod fanden schlichte vierstimmige Chorsätze (Genfer Psalter) ihren festen Platz im reformierten Gottesdienst.
Die weitere Entwicklung bis zum 19. Jahrhundert
Die Eigenständigkeit der evangelischen Kirchenmusik entfaltet sich an dem, zunächst an mittelalterliche Formen anknüpfenden, lutherischen Kirchenlied. Die typische Lesungsmusik waren oft vertonte Evangeliensprüche. Mitte des 17. Jahrhunderts entstand mit den Abendmusiken an der Marienkirche in Lübeck unter den Marienorganisten Franz Tunder und Dietrich Buxtehude die erste Reihe von kirchlichen Konzertveranstaltungen außerhalb des Gottesdienstes, für die sie speziell komponierten. Während der Aufklärung verfielen die alten gottesdienstlichen Formen, die alten Kirchenlieder wurden modernisiert. Durch die romantische Restauration im 19. Jahrhundert gab es zu einer stärkeren Rückkehrbewegung zur überlieferten Form. Die Folge war, dass sich die evangelische Kirchenmusik mehr und mehr von der allgemeinen musikalischen Entwicklung entfernte. Das äußerte sich auch im Komponierverhalten großer Komponisten jener Zeit, wie Mendelssohn Bartholdy oder Brahms, die kaum Kirchenlieder komponierten.
Die Kirchenmusik im 20. Jahrhundert
Verbunden mit der liturgischen Erneuerung gab es in den 1920er und 1930er Jahren auch eine kirchenmusikalische Erneuerungsbewegung . Seit Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 kam es zu einer großen Entfaltung der Kirchenmusik. Die Voraussetzung dafür war die Wiederherstellung eines hauptberuflichen Kantorenstands. Im Zuge der allgemeinen Entwicklung der Musik haben Elemente aus der Popularmusik Einzug in die Kirchenmusik gehalten. Vor allem in den 1960er Jahren kam es zu zahlreichen Neuschaffungen von Kirchenliedern, von denen einige (wie das berühmt-berüchtigte „Danke-Lied“) sofort immens populär wurden.
Gottesdienst und Orgel
Im Bereich der „weltlichen“ Musik ist die Orgel schon im 3. Jahrhundert vor Christus im Einsatz und wird "Hydraulos" genannt, da der Winddruck mit Wasser (griechisch: hydor ) geregelt wird. Später wird der Blasbalg die Druckregelung übernehmen. Im frühchristlichen Gottesdienst ist Orgelmusik noch völlig unbekannt. Im Jahre 757 schenkt Kaiser Konstantin V. von Byzanz dem Franken Pippin III. eine Orgel. Auch Karl der Große erhält 811 eine Orgel aus Byzanz. Bald erklingen Orgeltöne nicht nur bei weltlichen Festlichkeiten am fränkischen Hof, sondern nach und nach auch in den Kirchen der abendländischen Christenheit. Das 14. und 15. Jahrhundert bringen wichtige Neuerungen. Die Einführung der schmalen Orgeltasten, die Scheidung der Gesamtheit der Töne in Register und die Aufteilung in Teilwerke. Neben den Großformen entwickeln sich auch Kleinformen: tragbare Orgeln und kleine Standorgeln mit nur wenigen Registern. Im 17. Und 18. Jahrhundert erreicht der Orgelbau die Hochblüte an vielseitigen Klangmöglichkeiten. Im 19. Jahrhundert droht der charakteristische Orgelklang durch die Nachahmung des Orchesterklanges ("Orchesterorgel") verloren zu gehen. Die "Orgelbewegung" im 20. Jahrhundert besinnt sich dann wieder stärker auf die Bauprinzipien aus der Zeit vor 1750.
Das Leitbild der Christuskirchengemeinde:
